1/5

Dresden 2015

SDP 07

Die Eigentümer des bestehenden Wohnhauses hatten bereits wenige Jahre zuvor das Gebäude grundlegend saniert. Lediglich das Dachgeschoss war noch unverändert und als Kaltdach bisher nur als Abstellraum nutzbar. Die Bauherren wünschten den Ausbau des Dachgeschosses zu Wohnzwecken unter dem Aspekt, dass die äußere Erscheinung der Stadtvilla keine maßgeblichen Veränderungen erfährt. Dafür wurde die Dacheindeckung aus Biberschwanzziegeln abgenommen und zur späteren Wiedereindeckung gelagert. Der Dachstuhl wurde ertüchtigt und mit Sparrenaufdopplungen versehen, um größere Dämmstärken realisieren zu können. Zudem wurde das Dach komplett mit einer Schalung versehen, nachdem allseitig Gauben hergestellt wurden. Die Gauben sorgen für eine ausreichende Belichtung mit Tageslicht und dienen zudem als zweiter Rettungsweg aus dem Dachgeschoss. Bestehende Dachkonstruktionshölzer, die nach dem Innenausbau sichtbar bleiben sollten, wurden abgeschliffen bzw. gehobelt und holzsichtig belassen. Auf der Bodenschalung des Dachgeschosses wurde ein Fertigparkett aus Kurzdielen in Eiche verlegt, welches den ästhetischen Anspruch der Bauherren unterstreicht. Im Dachgeschoss wurde im Zuge des Umbaus ein kleines Duschbad mit Sauna eingebaut. Die Farbgebung wurde innen wie außen passend zum Bestand in gedeckten Weißtönen gewählt, was einen angenehmen Kontrast zu den sichtbaren Holzbauteilen schafft.

architektur+design 2020